Was ist Heilkunst, wenn nicht ein ständiges Fragen und Schauen und Erkennenwollen? So denn finde ich mich im Studium der Philosophie wieder (man darf ja nutzen, was man hat, wenn man in Berlin lebt). Der Überblick über die Antike mit Platon im Fokus führte mich zu einem für ihn sehr wichtigen Begriff: Anamnesis oder auch Anamnese.

Kenn ich doch, dachte ich. Macht doch jeder Therapeut und Arzt und HP!?

Es ist spannend die alt-griechischen Wurzeln zu verfolgen und von der Übersetzung zu Wiedererkennen zu erfahren. Oder auch zum Nicht-Vergessen. Für Platon war unsere Seele Teil des Ganz-Großen (zumindest der Ideenwelt, die höher als unsere materielle und sinnlich erfahrbare Welt ist) und mit der Geburt und der Vereinigung mit einem Körper kamen wir nach ihm ins Vergessen. Es sei dann die Aufgabe mit Hilfe der Philosophie sich wieder zu erinnern an das Unveränderliche, Wahrhafte.

Aber wir finden den Begriff auch in der Therapie wieder, gleich am Anfang, denn wir wollen ja sowohl als Therapeutinnen verstehen, worum genau es geht und zeigen bisher „vergessene“ Verbindungen auf. Die Klientin wird durch das Gespräch zum Wiedererkennen angeregt – ach stimmt, da war ja was. Sie fügt alles in eine Geschichte und wird ermuntert noch weitere Aspekte einzubeziehen.

Ätherische Öle nun sind wieder ganz nah an Platons Anamnesis. Denn sie helfen uns erinnern und befreien und damit etwas Größeres schauen. Dabei lassen sie sich sowohl in der „kleinen Anamnese“ eines Gesprächs einsetzen, um gemeinsam zu erkennen, um welche Thematik es geht (die Nase sagt es uns) und gleichzeitig überführt dies in die „große Anamnese“, die mit uns als Therapeutin nichts mehr zu tun hat, sondern ein „Gespräch“ zwischen Duft und Mensch ist. Hier treten wir zurück, waren Vermittlerin und können nun nur Staunen. Das war es dann auch wohin Philosophie nach Platon führt: Ins Staunen.

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