Von uninteressant und charakterlos zur unglaublichen Power
2010 bestellte ich bei Maienfelser als Fachkreiskundin. Es gab Rabatt bei größerer Mindestabnahme. Kulanterweise wurde bei knappen Nicht-Erreichen nicht etwa Porto etc. raufgeschlagen, sondern noch ein ohnehin bestelltes Öl zur Bestellung addiert. Eine Kollegin von mir bestellte ein einziges Öl bei mir mit. Ich kannte es nicht – und von eben jenem Öl legte man mir gleich 2 zur Bestellung dazu, damit ich die Mindestabnahme erreichte.
Da stand ich nun, mit zweimal Copaiba-Öl. Irgendwie zog es mich nicht sonderlich an. Ja, es roch kaum bzw. entwickelte es so einen merkwürdigen Sog, wenn man dann doch konkreter hinroch. Und dann wurde es immer stärker. Aber irgendwie eben auch nicht sehr interessant.
So ließ ich es liegen. In Fachbüchern blätterte ich darüber hinweg. Wenn Langeweile einen Namen hätte… Dass es bei Maienfelser für eigene Co-Destillationen genutzt wird, leuchtete mir sofort ein. Es hat ja wenig eigenen Charakter, sagte ich.
Und plötzlich sprachen – unverständlicherweise – immer mehr davon. Alle kamen aus dem Kreise der MLM Firmen. Jene hatten das Öl des südamerikanischen Hülsenfrüchtlers entdeckt und bewarben es en masse in ihren Kreisen. So wurde Copaiba für mich stets ein Indiz mit wem ich es zu tun hatte. Und so gab es für mich dann kurzzeitig ein Geschmäckle mit dem Öl.
Copaiba hat etwas sehr Ausdauerndes, Warmherziges. Und so ist es, als würden die Jahre meines Ignorierens in Copaibas Angesicht mit Sanftmut begegnet. Als ich mich für den kommenden 2. Buchband dann nun doch intensiver mit dem Duft, seinem Thema, seiner Botschaft für uns beschäftigte, habe ich ihn zutiefst schätzen gelernt. Er ist äußerst stark psychisch stabilisierend, angstlösend, befreiend. Copaiba holt aus wirklich extremen Zuständen ab – mit Engelsgeduld. Genau jener Geduld, die der Duft hatte, damit ich mich ihm endlich näherte.
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