Feine Blüten, die Dritte! Irgendwie und irgendwann muss es doch mal mit der Destillation von feinen Blüten klappen. Dem Holunder sei dank, der mir dieses Geschenk heute bereitet hat. Und was für ein Duft sich dabei zeigte! Schon im letzten Jahr gehörte der Holunder ins Repertoire der Raunächte – er ist einfach tief mit unserer spirituellen Kultur verbunden. In diesem Jahr habe ich daher die geistige Wirkung auf das Hydrolat der Blüten präzisiert und sie damit greifbarer gemacht, ohne am großen Wesen, welches ich letztes Jahr beschrieb, etwas zu rühren.

Holder Holler der Frau Holle

Welch üppige Verbindung und Bedeutung der Holunder mit uns hat, habe ich im letzten Jahr vielfältig beschrieben, als es um das Räuchern mit dem Holunder ging. Der Name Holunder geht auf die schwarzen Beeren zurück – die einen Kontrast zu den süß-duftenden weißen Blüten darstellen. Der Saft der Beeren ist wiederum blutrot. Die 3 Farben der Göttin (Frau Holle) und damit des Lebens und der Transformation sind in diesem Strauch aufs deutlichste vereint.

Der Sambucus nigra, der Schwarze Holunder, gehört in die Nähe des Heims. Er wurde als Hausholunder verehrt und wie sehr er mit unserem Leben verbunden ist, zeigt sich heute noch in den vielen Arten der Verarbeitung seiner Produkte in Küche und Volksmedizin. 

Die geistige Wirkung des Holunders

Eine zentrale Kraft des Holunders ist es, uns zu zentrieren und wieder mit dem Leben und der Erde zu verbinden. Speziell auf das Holunderblütenhydrolat bezogen, das den wunderbaren Duft nach honigsüßem Sommer einfängt, bedeutet dies eine große Hilfe in psychisch instabilen Zuständen der Orientierungslosigkeit. Wenn uns Veränderungen im Leben einmal so richtig „die Schuhe ausgezogen“ haben und wir, außer um Hilfe zu bitten, gar nicht mehr wissen, wo und wie es jetzt weitergeht, brauchen wir eine Rückverbindung. Niemand da draußen kann uns dies geben und die alltägliche Hilfe muss zwangsläufig ausbleiben, weil mit der Aufgabe, unsere eigene Stabilität und Sicherheit wiederzufinden, alle im Außen überfordert wären.

 

Mit dem Duft der Holunderblüten aber kommen wir wieder in uns an, können tief atmen und uns von der Angst erholen. Wir werden wieder fähig, zu handeln, wortwörtlich unsere Hände dafür einzusetzen, nach konkreter Hilfe zu greifen und uns aufzustützen. Der Holunder wird zum Überbringer unserer inneren Stütze, unserem Halt, dem Sinn, woher wir kommen, der Rückverbindung mit dem  geborgenen Zuhause (wo und was auch immer dies sein mag). Deshalb ist das Bild des Hausholunder auch so symbolisch stark – und deshalb darf man geschnittenes und verwendetes Holz auch nie wegwerfen, sondern muss es nach der Nutzung (das geht auch als Asche) dem Strauch wieder zurückgeben. Wir würden uns nur selbst die Stütze nehmen.

Destillation des Holunders

Bisher hatte ich so meine Herausforderungen mit feinen Blüten und durfte viel dazu lernen.

Die Vorsicht im Einsatz der Pflanzengutmenge, die gute Vermengung dessen mit Wasser und die wirklich feine Hitzezufuhr (ich bleibe bei den 3 Teelichtern) führten letztlich zum Erfolgsrezept: Aus den getrockneten Blüten wurde wunderbares Hydrolat.

Ich freue mich jedoch jetzt schon auf den Sommer, wenn ich auch die frischen Holunderblüten destillieren kann.

Geringe Ausbeute – großer Schatz

Der Einsatz des Pflanzenguts im Vergleich zu den gewonnenen 20 mL Hydrolat ist recht hoch. Holunderblüten tragen kaum ätherisches Öl in sich, weshalb es als solches auch so gut wie nicht im Handel ist. Es gibt die Möglichkeit der Co-Destillation (bei Maienfelser gibt es z. B. eine mit Copaibaharz) oder der CO2-Extraktion. Den wahren Duft erleben wir jedoch viel einfacher und unmittelbar in der Destillation zum Hydrolat. Und das geht wunderbar, solange man die Wärmezufuhr sanft hält. Bei mir pegelte sich ein Tropfen pro 5-6 Sekunden ein. Die Kraft des Aromas nimmt dabei gaaaanz langsam ab. Aufgehört habe ich nicht, weil der Duft plötzlich kippte, sondern weil die weiteren Tropfen kaum noch rochen und wenn dann eher krautig waren. Das verdünnt das andere Wasser nur, dachte ich und blies die Kerzen aus.

Zu den Raunächten gehört es zu Raunen, etwas divinatorisch zu wirken. Ihr ahnt, das Orakeln zu Silvester ist nur ein Überbleibsel aus der gesamten Raunachtszeit. Die 11. Raunacht steht für den November. Ich ziehe gern Tarotkarten in der Zeit. Aber ihr könnt auch aus den verschiedenen Pflanzenkartensets einen Duftbegleiter für die Zeit ziehen. Ein solches Set könnt ihr hier gewinnen:

Mitmachen und gewinnen!

Bei jedem Rätsel könnt ihr mitmachen. Wer richtig liegt, wird in die Auslosung am 6. Januar genommen. Wer 12 x richtig liegt, steht auch 12 x in der Liste! Beachtet jedoch, dass jede/r nur einmal pro Rätsel mitmachen kann. Mehrmalige Teilnahmen unter verschiedenen Angaben sind nicht fair und führen zum Ausschluss für das gesamte Gewinnspiel. Einsendeschluss für dieses Raunachtsrätsel ist der 4.1.19 um 18 Uhr. Alle im Zuge des Rätsels eingesandten und gespeicherten Daten werden umgehend nach der Verlosung gelöscht und nur für die Verlosung selbst genutzt.

Gewinnen könnt ihr eines
meiner Kartensets „Duftimpulse 1„:

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Rätselfrage

Viele gute Inhaltsstoffe haben die Holunderbeeren, weswegen sie ein herausragendes Lebens- und Heilmittel sind. An welchem lebensspendenden Vitamin sind die Holunderbeeren besonders reich?

 

Die Antwort:

In den Holunderbeeren befinden sich 180 mg/kg Vitamin C!

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