Was liegt näher, als sich beim Wurzelthema auch mit dem Wurzelchakra, Muladhara, zu beschäftigen? Wurzeldüfte haben in aller Regel auch einen harmonisierenden und stärkenden Effekt dessen. Umso runder wird unser Bild von der Wirkung der Wurzeldüfte auf uns, wenn wir auch diese energetische Ebene einbeziehen.

Wurzelchakra – die Suche nach Sicherheit

Das Wurzelchakra ist in der Lehre der 7 Hauptchakren des Yoga am unteren Ende der Wirbelsäule im Körperinneren lokalisiert. Es íst das erste dieser 7 Chakren, die sich nach oben in unserem Körpersystem fortsetzen. Heutzutage assoziieren wir es mit der Farbe Rot, welche schon eine gewisse Energetik, Kraft und Stärke ausdrückt. Zu jedem Chakra können Handlungsorgane zugeordnet werden und beim Wurzelchakra sind es die Füße und Beine. Damit ist klar: Es geht um unseren Lebensweg, um unser Fortbewegen, um unsere Möglichkeit, uns in Sicherheit begeben zu können.

Sicherheit ist das zentrale Thema dieser Bewusstseinsebene. Unsere Basis mit einem Dach überm Kopf, Nahrungsversorgung, Zugehörigkeit zu einer schützenden Gruppe, langfristige Existenzsicherung ist damit gemeint. Und das gilt sowohl für die rein physische Dimension als auch die geistige, also geistige Nahrung, Zusammenhalt, Geborgenheit im großen Ganzen.

Eine große Lernaufgabe auf dieser Chakrenebene ist, dass wir erkennen, dass Sicherheit im Außen eine Illusion ist und wir sie in innerer Stabilität und Flexibilität finden. Diese Botschaft bzw. die Hilfe diese innere Sicherheit zu finden, finden wir tatsächlich in allen Wurzelölen – aber nicht nur in ihnen.

Im Wurzelchakra begegnen wir auch jenen, die vor uns kamen und die Basis dafür schufen, dass wir aufwachsen und lernen konnten. Deshalb ist es auch eine Ebene des Ahnenkontaktes, der Ahnenverehrung, -würdigung und Versöhnung. Hier betreten wir auch das Unbewusste, welches viel in unserem Alltag prägt, doch uns oft verborgen scheint. Während Wurzelöle hier eher für Ordnung, Harmonisierung, Stabilisierung sorgen, gibt es ganz andere Düfte, welche hier ordentlich Bewegung hineinbringen.

Der dem Wurzelchakra zugeordnete Sinn ist übrigens der Geruchssinn. Er ist der erste voll funktionstüchtige Sinn, den wir Menschen entwickeln. Er ist in den ersten Monaten unseres Lebens unsere Hauptquelle der Orientierung und Vergewisserung unserer Zugehörigkeit. Stimmt etwas mit unserem Geruchssinn nicht, sollten wir uns auch die Aspekte des Wurzelchakras anschauen und überprüfen, wo sich hier vielleicht Handlungsbedarf entwickelt hat.

Vetiver ganzheitlich

Vetiver ist ein Duft, der lange Prozesse des Reifens versteht und unterstützt. So wie er in mittlerweile einigen Teilen der Erde als Umfriedung für Felder dient, um Erosion zu verhindern und in Feldern die Feuchtigkeit zu halten, hilft er auch uns, unsere Energie weise einzusetzen und zu bewahren. Mit ihm gelangen wir in eine tiefe (unbewusste) Geborgenheit, eingebettet auf metaphysischer Ebene. Übersetzt: Es fühlt sich an, wie eine Mutterkraft, doch es ist eben die Mutter von Erwachsenen – etwas viel viel größeres.

Mit Vetiver kommt eine tiefe Ruhe in uns, die uns aber nicht lahmlegt, sondern ermächtigt. Wir bekommen mit ihm das Gefühl, dass unsere Lebensziele und Projekte ihren Weg mit uns gehen und sie eine solide Grundlage für uns bieten (werden). Deswegen ist es auch ein Geheimtipp bei Vorstellungsgesprächen eine Spur Vetiver an sich zu tragen: Wir wirken selbstbewusster, sind klar, überzeugt und damit überzeugend.

Körperlich kommt Vetiver bei der Stabilisierung von irritiertem Hautgeschehen zum Einsatz und ich habe ihn auch immer im Petto bei Autoimmunerkrankungen. Letztere führen zur Zerstörung von eigenem Gewebe, yin in der Sprache der Chinesischen Medizin. Und Vetiver stärkt yin und baut es auf. Es reguliert das Immunsystem. Als ich half, die Rezeptur für ein Schilddrüsenmassageöl bei Hashimoto zu entwickeln, musste deshalb unbedingt Vetiver mit hinein (das Öl ist übrigens göttlich geworden).

Vetiver ist die stärkste Erdungskraft der Aromatherapie. Seine Wurzeln werden doppelt so lang wie sein Gras über der Erde. Damit ist es ein No-Go für kleine Kinder, die noch sanft landen wollen, aber wird umso beliebter, je reifer man wird (was allerdings wiederum nur bedingt mit dem Alter korrelliert). Es ist ein Öl, das uns Geduld schenkt. Für körperliche Heilungsprozesse wie auch psychisch. Manche Dinge brauchen eben länger, und oftmals kamen sie auch nicht über Nacht. So einfach kann die Weisheit sein.

Trivialnamen

Hierzulande haben wir keine weiteren Trivialnamen.

Übrigens: Wer mehr von der Arbeit mit ätherischen Ölen im Kontext der Chakren wissen und sich dabei speziell auf die psychischen Aspekte der Chakren und Düfte stützen möchte, ist genau richtig im Seminar »Energetische Aromatherapie«: 26.+27.3.22 in Berlin (ohne Diskriminierung).

Das Raunachtsgewinnspiel

Frage:

Vetiver gehört zu den Süßgräßern. Welche andere Geschmacksrichtung an Gräsern gibt es in der Botanik noch?

Antwort:

Von unseren mittlerweile 6 Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, bitter, scharf, umami) gibt es neben den Süßgräsern noch die Sauergräser. Wieder was gelernt, oder? (Also ich ja auch bei der Recherche zu einer möglichen Frage 😀 )

Spielregeln:

Die Frage ist für 24 Stunden online. Danach gibt es die Auflösung und vor allem die nächste Chance im neuen Artikel. Ihr könnt jede Frage einmal beantworten. Unter den richtigen Antworten lose ich nach den Raunächten die Gewinnerin bzw. den Gewinner aus. Insgesamt könnt ihr, wenn ihr jeden Tag die neue Frage richtig beantwortet, 12 Lose bekommen und eure Gewinnchance damit wesentlich erhöhen.

Gewinn:

Zu gewinnen gibt es mein 2. Buch! Und nein, ihr habt noch nichts verpasst: Es erscheint erst in 2022. Die Gewinnerin oder der Gewinner darf sich ein bisschen gedulden, wird aber die/der erste sein, die/der das Buch in den Händen hält. Wenn das kein Mega-Preis ist! 😀