»Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.«, sagte schon Cicero. Und da ich oft um Buchtipps rund um die Aromatherapie angefragt werde und mich selbst auch immer wieder in die Welt des Drucks für neue Informationen und Erfahrungen werfe, möchte ich hier ein paar vorstellen – ein paar Seelen der Bücher. Ist es ein Buch für mich? Oft weiß man es erst, wenn man eine Reise durch das Buch machen konnte. In gewisser Hinsicht eröffne ich hiermit eine Reihe an Reiseerzählungen. Viel Freude mit dem ersten Buch.

Paolo Rovesti: »Auf der Suche nach den verlorenen Düften« – im Antiquariat

Jeder stabile Ausdruck steht auf einem Fundament. Der Blick in die Vergangenenheit, in die Entstehungsgeschichte von Dingen und Prozessen, ist wichtig

  • um Zusammenhänge zu verstehen
  • um Entwicklungstendenzen und die Logik darin zu erkennen und
  • um nicht die gleichen Fehler zu machen.

Das zu studieren, was vorher war, ist aus der Mode gekommen. Und so ist das umfangreichste deutschsprachige Werk zur aromatischen Kulturgeschichte auch nur noch antiquarisch zu bekommen. Und das, nachdem es schon Susanne Fischer-Rizzi aus der Versunkenenheit in Italien zurückbringen durfte.

Eine Entdeckung von Susanne Fischer-Rizzi

Sich mit der Geschichte zu beschäftigen, kann wirklich inspirieren, das Feuer der Begeisterung entfachen und uns tief mit unserer Herkunft, unserem Ort und den Pflanzen verbinden. Genau das hat Susanne Fischer-Rizzi wohl gewittert und ihrer Suche nach dem Buch haben wir die deutsche Übersetzung erst zu verdanken. Im Vorwort dazu schreibt sie im Jahre 1994:

»Seit ich mich mit ätherischen Ölen beschäftige, stoße ich immer wieder Angaben über Rovesti. Jedesmal hatte ich den Eindruck, dass hinter seinen Artikeln, Vorträgen usw. ein für die heutige Aromatherapie bedeutendes Wissen steckt.
Gerade in unserer Zeit läuft die Aromatherapie Gefahr, auf das Niveau des reinen Kommerzes und Konsums abzugleiten, um dann ganz zu verschwinden. Die Essenzen, wertvolle Geschenke aus dem Pflanzenreich, werden verbraucht, aber nicht gebraucht. Die ätherischen Öle werden in rauhen Mengen verkauft, ohne etwas über ihren Wert und Gebrauch zu wissen. Ich denke, es ist deshalb notwendig, daß wir mit Literatur zu diesem Thema versorgt werden, die nicht rein kommerziell orientiert ist, das Erbe einer jahrtausendealten Duftkultur der Menschen würdigt, aber auch eine aktuelle Anwendungsmöglichkeit aufzeigt. Von diesem Wunsch geleitet, begab ich mich auf die Suche nach den Büchern von Prof. Rovesti. Leider waren seine Bücher vergriffen und nirgendwo in den italienischen Buchhandlungen erhältlich. [Anmerkung Sandra Ananda: Susanne spricht italienisch, weshalb sie sich auf die Originalwerke bezieht]. Eines Tages wurde ich zu einem Kongreß in Mailand eingeladen, wo ich einen Vortrag über Aromatherapie halten sollte. In der Programmübersicht entdeckte ich, daß einer der Referenten, Guido Rovesti, über Naturkosmetik sprechen sollte. Das konnte nur einer Verwandter von Prof. Rovesti sein! Kurz danach trafen wir uns in Mailand und ich stellte fest, daß Guido Rovesti der Sohn von Paolo Rovesti ist. So erhielt ich also von ihm die Bücher seines Vaters und konnte sie nach Herzenslust alle drei studieren. [….]
Je mehr ich über Prof. Rovesti erfuhr, umso mehr faszinierte er mich, und ich fand bei jedem neuen Textstück weitere Inspirationen für meinen Arbeit mit den duftenden Essenzen. Ich bedauere wirklich, ihn nicht mehr persönlich kennengelernt zu haben. Umso mehr freut es mich, daß ich diesen Buch für die deutschen Leserinnen und Leser entdecken und herausgeben durfte. Ich hoffe, daß Sie in diesem Buch genausoviel Freude, Anregung und Information wie ich finden werden. Lassen Sie sich mitnehmen auf diese wunderbare Reise zu den verlorenen (und wiederentdeckten) Düften.«

Mit Rovesti um die Welt

Prof. Rovesti war ein Chemiker mit enthno-botanischen Kenntnissen und einem ganz geschulten Blick. Als erfahrener Expeditionsleiter hatte er die Ehre mehrere Feldforschungen zu unternehmen, in viele Kulturen und Länder zu reisen, dort Pflanzen zu destillieren und in die Sammlungen der Museen zu blicken. Bei einer Reise ins nordpakistanische Taxila erblickte er eine Gerätschaft, die auf ein Alter von 5000 Jahren datiert wurde. Es war eine Destille, ganz aus Terrakotta, und diese Entdeckung half ihm die bisherige wissenschaftliche Annahme, Destillation sei eine Entdeckung der Araber im 10. Jahrhundert gewesen, zu widerlegen. Die Geschichte mit der Destille ging leider nicht gut aus. Sie wurde gefunden inmitten der Überreste einer Stadt am Indus, die wiederholt aus dem Norden überfallen wurde. Man fand neben der Destille Skelette mit Messern zwischen den Rippen.

»Die Destillateure waren überfallen worden und hatten ihr Wissen über die Destillation von ätherischen Ölen mit ins Grab genommen. Die Invasoren interessierten sich offensichtlich nicht dafür. Dieses dramtische Verschwinden erklärte, warum 4000 Jahre lang niemand wußte, wie man ein komplettes Destilliergerät baut und damit Pflanzendüfte von allerhöchster Reinheit herstellt.
Nachdem jedoch dieser bemerkenswerte Fund nach 4000 Jahren endlich wieder ans Licht gebracht worden war, verschwand er im Museum von Taxila, dort verkannt als ein Gerät zur Reinigung von Wasser und zur Durchführung von Extraktionen. Erst durch Rovesti konnte das Destillationsgerät genau bestimmt und ins richtige Licht gestellt werden.« – Susanne Fischer-Rizzi im Vorwort

Aromatische Kulturgeschichte in 2 Teilen – Teil 1

Ich gebe zu, am Anfang hat mich die Fülle der Informationen erschlagen. Da es ein älteres Buch ist und die Aromatherapie sich schließlich stetig weiterentwickelt hat, war ich mir zunächst im ersten Teil des Buches auch der Datenlage nicht mehr so im Klaren. Aber das traf letztlich nur auf kleine Absätze zu.

Im 1. Teil werden umfangreiche Antworten gegeben auf die Fragen: Was alles können Düfte? Welche Funktion und Rolle nahmen sie im Laufe unserer Geschichte ein? Das ist ein wahrlicher Quell an Informationen, dem wir heute kaum irgendwo begegnen.

Das Thema der »verlorenen Düfte« begegnet uns in beiden Teilen. Hier im ersten Teil beginnt es damit, dass unser Riechen selbst nicht mehr das ist, was es einmal war:

»Bei einem Experiment mit dem Volksstamm der Orissa konnten wir beobachten, daß sie von drei geschlossenen Säcken, in die zwei Männer und eine Frau engebunden waren, in einer Entfernung von mehreren Metern und ohne Schwierigkeiten die Frau an ihrem Geruch erkannten, während wir auch in unmittelbarer Nähe keinerlei Unterschied feststellen konnten.
Wir haben viele dieser Experimente gemacht und dabei jedesmal festgestellt, daß der moderne Mensch gegenüber dem primitiven Bewohner der Natur einen deutlichen Verlust des Geruchssinns aufweist.«

Der 1. Teil wandert über authentische Kulturberichte von der Zweckdienlichkeit des Riechens bis zum Genuss, vom sakralen Gebrauch von Düften zum Geist und zur Seele von Parfüms. Überhaupt ist dieses Buch ganz viel Parfümgeschichte. Es wird gezeigt, dass Parfüme Kunstwerke sind und Düfte mit Poesie und Musik beschrieben oder auch gemeinsam komponiert werden können. Paolo Rovesti bemerkt:

»Die ersten Parfüms waren lange Zeit die reinen Düfte der Natur, eingeschlossen in Öl, Pulver oder Fett.
Erst später tauchen die ersten Mischungen von Ölen und Fetten auf, entstehen komplexere Duftnoten. An diesem Punkt beginnt bereits die künstlerische Tätigkeit in der Harmonisierung der Düfte und Aromen, um Mißklänge zu vermeiden oder die Feinheit der Produkte nicht zu stören.«

Immer hat Rovesti ein Lob für die Vollkommenheit der Natur übrig und gleichzeitig ist er als Chemiker neugierig und nicht abgeneigt, dass moderne Parfüms aus dem Labor kommen. Er sieht die Entwicklung positiv, beklagt gleichzeitig aber die Überduftung von Alltagsgegenständen wie Waschmittel, was zu unserem Verfall des Geruchssinns beitragen soll.

Vertreter der Psycho-Aromatherapie

Im Klapptext steht, Rovesti sei der Begründer der Psycho-Aromatherapie gewesen. Während es vor ihm durchaus schon Beitragende zum Feld gab, ist er für seine Forschung durchaus zu würdigen. 

Er teilte Düfte aufgrund seiner Vorgänger und Zeitgenossen (z. B. Jellinek) nach ihren Grundwirkungen ein. Hauptunterscheidung hierbei: Stimulierend oder beruhigend, denn diese zeigten ihm bei den Untersuchungen zur Wirkung bei Depressionen und Ängsten den Weg. Er schreibt: 

»Zahlreiche Psychotherapeuten verwendeten als Ergänzung ihrer Behandlung mit verschiedenen Patienten unsere jeweils stimulierenden oder beruhigenden Geruchskompositionen, die Ergebnisse waren ebenfalls äußerst zufriedenstellend. Cholerische und aggressive ebenso wie asthenische und depressive Patienten gelangten damit leichter zu einer ausgeglichenen Gemütslage.«

Es gibt viele Poesien als Teil der aromatischen Kulturgeschichte im Buch, welche die jeweiligen Themen und besuchten Regionen noch lebendiger werden lassen:

»Es ist Abend. Es regnet. Im leeren Haus (sie hat mich vor einem Jahr verlassen) / ordne ich die Kleidertruhen / da entströmt mit einem Mal einer der Truhen / ihr persönliches Parfüm nach Magnolien. / Und da liegt sie wieder in meinen Armen / sie liebkost mich mit ihrem leichten Duft / sagt mir die Liebesworte von einst. / Es regnet stärker, es ist kalt. / Ich versuche zu schlafen im Hauch ihres Parfüms / das sie mir einen Augenblick zurückgab.« – Po Chu I (8. Jh. n. u. Z.)

 

»Ich habe keine Lust, Verse zu schreiben;
also zünde ich meine Räucherpfanne an
mit Myrrhe, Jasmin und Weihrauch,
und die Verse wachsen in meinem Herzen
wie Blumen in einem Garten.« – Ein Schüler des persischen Dichters Hafiz (15. Jh.)

Alter Brauch, Magie und Weisheit

Spannend, natürlich, fand ich auch die Abhandlungen über den magischen Gebrauch von Düften. Als Talisman, Liebestrank und Parfümsachets. Auch die energetische Aromatherapie fällt bei ihm darunter und möchte er als ernsthaft wissen. Hier klingt eher Entwicklungsfreude als Trübsal über das Vergessen an.

Parfümsachets waren kleine Säckchen, in die Duftmischungen hineingetan und zwischen die Wäsche gelegt oder in die Kleidung genäht wurden. Man konnte Gutes damit bewirken und Krankheiten mildern. Aber man konnte auch Böses damit wirken und sollte dann nur aufpassen, dass der oder die so Beduftete nichts davon bemerke. Die heutige Verwendung davon, so schreibt Rovesti, sind Leinen- oder Seidensäckchen, in die Mischungen aus Pulver und ätherischen Ölen gefüllt würden. Man müsse darauf achten, dass sich die Gerüche miteinander vertragten und harmonischen Verbindungen entstünden.

Es gibt wirklich viel im Buch zu entdecken, wie z. B. die Mandarins Düfte für die Weisheit nutzten. Rovesti gelang es nach langem Verhandeln ein Parfümkästchen aus Rosenholz aus dem 18. Jahrhundert einem Antiquitätenhändler abzukaufen. Mit dem Kästchen wurden Parfüm, Musik, Poesie und Malerei verbunden. Beiliegende Aquarelle und Poesien waren mit der Maxime von Tschuang Tse versehen: »Die Düften werden dir immer helfen, auf dem Weg der Weisheit zu bleiben«. Die Poesien enthalten Parfümmischungen und Rovesti ließ diese vom Antiquitätenhändler ins Englische übersetzen und er übersetzte es dann ins Italienische – sie stehen im Buch.

Heute Geschichte, damals Moderne: Der Mangel an Duftstoffen

Rovesti schreibt vom Wandel der modernen Parfümerzeugung und führt in einer Liste auf, was er auf einer Expedition zu ehemals wichtigen Produktionsstätten aromatischer Rohstoffe fand. Aus unserer heutigen Sicht ist das Geschichte und trotzdem interessant zu erfahren, wo es einst duftende Landschaften für die Parfümindustrie gab.

Beispiel Mimose:

»Für die Essenz aus ligurischen Mimosen besteht keine Verwendung mehr. Die Produktion im Gebiet von Le Cannet ist stark zurückgegangen, ebenso wie die Produktion von Bergamotte, echtem Lavendel, Essenz aus Minze, Ginster, Immortelle, der feinen Geranie ›Malvarosa‹, der reinen Eichenmoos-Essenz, usw.«

Oder Tuberose

»Die Anbauflächen an der ligurischen Küste existieren nicht mehr, die an der französischen Küste sind stark verringert.«

Unglaublich auch Vetiver

»Auch der Anbau dieser Pflanze (Réunion und andere Inseln im Indischen Ozean) geht aus wirtschaftlichen Gründen und wegen der hohen Produktionskosten zurück.«

Teil 2: Die Reise durch Länder und ihre Sitten

Im zweiten ausführlichen Teil wird die Kulturgeschichte noch lebendiger und greifbarer. Sie durchläuft die einzelnen Stationen von Rovestis Weltreise und beschreibt zu jedem Land die aromatische Geschichte. Poesien aus deren Kultur und Fotografien von Kunstwerken, allen voran Parfümflaschen aus ältesten Zeiten, wandeln die Fakten zu erlebbaren Geschichten.

Allein drei Jahre reisten er und sein Team durch Ostafrika mit dem besonderen Auftrag, die Ressourcen an Nutzpflanzen festzustellen – mit besonderer Berücksichtigung der Duftpflanzen. Er schreibt:

 

»Muskatellersalbei wächst wild in so großem Umfang, daß wird mehrere Tage zu Pferd unterwegs waren, um an das Ende der mit Muksatellersalbei bewachsenen Hochebene zu gelangen, das gleiche gilt für Thymian, Citronella vom Typ Palmarosa und Ceylon, für Kampfer-Majoran, aber vor allem für den wild wachsenden Basilikum.
Aus diesen Pflanzen gewannen wir viele Zentner kostbarer Essenzen zu einem äußerst günstigen Preis, da Wälder für den Brennstoff und Wasser zum Kühlen in ausreichendem Maße vorhanden waren.«

An dem Punkt sei doch noch einmal auf meinen Artikel zur Nachhaltigkeit der Aromatherapie verwiesen, denn genau dieser Brennstoff ist ein Aspekt, der bei der Frage mit beachtet werden muss. So manche Duftnachfrage macht nicht der destillierten Pflanze zu schaffen, da diese gut angebaut wird, sondern den Bäumen, die immer geringer werden, vor allem bei langen Destillationen wie der von Ylang-Ylang komplett.

Es gibt viele tolle Bedeutungen und Verwendungen von Düften in unserer Geschichte, die mir völlig unbekannt waren. Am meisten angetan war ich wohl von den »Häusern der Seele«.

Von den »Häusern der Seele«

»In den archäologischen Museen von Haifa und Jerusalem kann man die kleinen Behälter, Flakons und Amphoren für die aromatischen Öle der antiken Kultur betrachten; sie weisen nicht die künstlerische Sorgfalt der Gefäße aus China oder Mesopotamien auf. Einige Fläschchen tragen die althebräischen Aufschriften ›Balsam von Judäa‹, ›Blumen aus Stacté‹, ›Narde vom Sinai‹, ohne daß die Inhaltsstoffe angegeben sind.
Einige Flakons enthielten (ihrer Beschriftung nach) Öle zu medizinischen Zwecken. Was uns jedoch am meisten bewegte, auch aufgrund literarischer Erinnerungen, waren die kleinen Toilette-Etuis, die von denen Hebräerinnen ›Häuser der Seele‹ genannt wurden. In jedem dieser Behälter befanden sich ein oder zwei Parfüms. Man glaubt sie vor sich zu sehen, die Frauen mit den pechschwarzen Augen, ›die versprechen und verlangen‹, wie sie sich Parfüm auf das Ohrläppchen, auf den Nacken oder die Haare tupfen, vor oder nach einer Liebesstunde. ›Häuser der Seele‹ (meist sehr schlicht aus Holz oder dunklem Leder), in denen das Parfüm zum Freund und Vetrauten wird, der Freude und Selbstvertrauen schenkt, wie ein Haus, in dem man sich glücklich fühlt.«

Besonders schön finde ich an dieser Ausführung die Wertschätzung vom Wenigen, das gleichzeitig eine so tiefgreifende Bedeutung und Wirkung hat. Als Aromatherapeutin, Erfahrungsforscherin und Dozentin bin ich einerseits sehr neugierig, was verschiedene Düfte der Welt anbelangt, verschiedene Qualitäten, Jahrgänge, Pflanzenteile… Andererseits pulsiert in mir das Bedürfnis zur Vereinfachung. Das Wenige, Wertvolle. Nein, ich muss nicht alles besitzen, lerne sie aber wirklich gerne kennen. Meine Vertrauten und Begleiter, das können die Wenigen sein.

Hier bekommt ihr das Buch »Auf der Suche nach den verlorenen Düften« noch gebraucht.* (Affiliate Link)

Mediterrane Wildnis bis zum Horizont.

Apropos auf der Suche sein: Die schönsten führen uns nach Hause

Im Mai 2021 geht es auf die nächste Aromareise auf die Vulkaninsel Pantelleria. Selten wandelte ich auf einem Fleckchen Erde, das so intensiv mit uns selbst verbindet, das uns so tief versteht, uns in Wandlungszeiten trägt und mit unserer inneren Weisheit rückverbindet.

In jedem Jahr begegnen wir drei anderen Fokuspflanzen – mediterrane Kraftpflanzen, deren Duft uns lehrt, begeistert und berührt. Wir suchen die Duftpflanzen in ihrem Habitat auf, fühlen uns in sie hinein, erfahren durch unsere Erkenntnisse unseren eigenen Zugang, unsere Intuition. Wir ergänzen, was Wissenschaft und Erfahrungskunde anderer uns dazu lehren, aber bleiben bei uns, wenn wir sie sammeln und gemeinsam destillieren.

Ines von der Ätherisch-Öl-Firma Soleone Pantelleria nimmt uns dabei an die Hand und zeigt uns, wie wir selbst destillieren können, was zu beachten ist und welche Tipps und Tricks in keinen Büchern stehen. Die entstandenen Düfte nehmen wir mit nach Hause. Sie werden uns erinnern an die beeindruckenden Stätte der Insel, vielleicht an die Natursauna im Felsen, an eine Wanderschaft in einem Krater, an die Schwefelquellen im pastellfarbenen Venussee, den fulminanten Sternenhimmel, die heißen Quellen am Meer, die Ausgrabungen und ärcheologischen Geschichten, die beeindruckenden und schützenden Steinmauern unserer Unterkunft, den tiefen ruhigen Atem, den wir hier oft verspürten und die nährende pflanzliche lokale Küche… und natürlich die volle Kraft mediterraner Kräuter. Jede Reise ist einmalig. Jede Reise ist Kraft. Die nächste findet vom 1. – 8. Mai 2021 statt.

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